Jamie Blum, PhD

Assistenzprofessor

NOMIS-Zentrum für Immunbiologie und mikrobielle Pathogenese

Salk Institute for Biological Studies – Jamie Blum, PhD

Aktuelle Forschung


Das Problem

Nahrungsmittelallergien nehmen weltweit zu, doch wie und warum sie entstehen, ist noch weitgehend ungeklärt. Über unsere Ernährung sind wir täglich Tausenden von Molekülen ausgesetzt, die unsere Gesundheit sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können. Das Immunsystem des Darms muss diese Nahrungsbestandteile ständig überwachen, um die Nährstoffaufnahme zu ermöglichen und gleichzeitig das Eindringen von Krankheitserregern zu verhindern. In den meisten Fällen entwickelt der Körper eine orale Toleranz, einen Zustand, in dem die Immunzellen des Darms die Nahrungsproteine ​​aktiv als unbedenklich erkennen. Wird diese Toleranz jedoch nicht entwickelt, kann dies zu lebensbedrohlichen Nahrungsmittelallergien führen. Trotz ihrer entscheidenden Bedeutung basiert das wissenschaftliche Wissen über die orale Toleranz größtenteils auf wenigen Studien zu einem einzigen Protein in Eiern. Blum arbeitet daran, dies zu ändern.

Die Vorgehensweise

Während sich die traditionelle Nahrungsmittelallergieforschung auf die Moleküle konzentriert, die an allergischen Reaktionen beteiligt sind, verfolgt Blums Labor einen neuen Ansatz und erforscht die Mechanismen der oralen Toleranz, der normalen, nicht-entzündlichen Reaktion des Immunsystems auf die meisten Nahrungsmittel. Durch das Verständnis der molekularen Signale, die unserem Körper helfen, die meisten Nahrungsmittel zu tolerieren, könnte Blums Arbeit völlig neue Immuntherapiestrategien zur Vorbeugung oder Behandlung von Nahrungsmittelallergien ermöglichen.

Blums Ergebnisse zeigen insbesondere, dass einzelne Nahrungsproteine ​​oft nicht ausreichen, um eine allergische Reaktion auszulösen. Das Labor erforscht aktiv Adjuvantien – Nahrungsmoleküle, die zusammen mit Nahrungsproteinen auftreten und entscheidend dazu beitragen, ob die Immunreaktion tolerogen oder entzündlich ausfällt. Dieser integrierte Ansatz, der sowohl Nahrungsproteinantigene als auch andere gleichzeitig auftretende Moleküle kartiert, befasst sich mit der Frage, warum manche Nahrungsmittel Toleranz auslösen, während andere Allergien auslösen. Dafür nutzt Blums Labor modernste Methoden, darunter Hochdurchsatz-T-Zell-Rezeptor-Screening, Antigenmapping und In-vivo-Verfolgung von Immunreaktionen in Mausmodellen.


Die Innovationen und Entdeckungen

Blum entdeckte die ersten Nahrungsantigene in den Grundnahrungsmitteln Mais, Soja und Weizen.

Blum zeigte, dass die Nahrungsmittelverträglichkeit nicht nur durch das Vorhandensein einzelner Nahrungsproteine ​​bestimmt wird, sondern auch vom mikrobiellen Kontext des Darms und der breiteren molekularen Matrix des Nahrungsmittels abhängt.

Blum stellte fest, dass der Kontakt mit Erdnüssen eine adjuvante Wirkung haben kann, die die Immunreaktion des Körpers auf nicht verwandte, gleichzeitig exponierte Antigene verstärkt.

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Fachwissen

BS, Humanbiologie, Cornell University, Ithaca, NY
PhD, Molekulare Ernährung, Cornell University, Ithaca, NY
Postdoktorand, Chemieingenieurwesen, Stanford University, Palo Alto, CA


Auszeichnungen & Ehrungen

  • Stipendium der Life Sciences Research Foundation, 2022
  • Reisepreis für Trainees der American Society for Nutrition, 2018
  • Forschungsstipendium der National Science Foundation, 2017

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