Forschung
Greg Lemke, PhD, ist ein Neurowissenschaftler, der Molekulargenetik nutzte, um Signalnetzwerke zu untersuchen, die die Funktion des Immunsystems und die Entwicklung des Nervensystems steuern.
Profil
Lemke entdeckte eine Familie von Rezeptor-Tyrosinkinasen, die TAM-Rezeptoren genannt werden und eine entscheidende Rolle dabei spielen, Immunzellen mitzuteilen, wie sie mit normalem Zellabfall und Infektionen durch Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger umgehen. Seine Arbeit zeigte, wie Probleme mit den TAM-Rezeptoren oder ihren Signalwegen mit medikamentenresistentem Krebs, Entzündungen und Autoimmunerkrankungen wie Lupus, Multipler Sklerose und rheumatoider Arthritis in Verbindung gebracht werden.
Er enthüllte auch, dass Mikroglia, die Immunwächter des Gehirns, TAM-Rezeptoren benötigen, um wachsende Amyloid-Plaques während der Alzheimer-Krankheit zu erkennen und darauf zu reagieren. Diese Entdeckung könnte zu neuen therapeutischen Ansätzen für neurodegenerative Erkrankungen führen.
Zusätzlich entdeckte Lemke einen Mechanismus, mit dem Viren wie Influenza, West-Nil-Fieber und Dengue-Fieber der Immunantwort des Körpers entgehen und den Menschen infizieren. Eine Substanz namens Phosphatidylserin, die sich auf der Oberfläche dieser berüchtigten “behüllten” Viren befindet, aktiviert TAM-Rezeptoren direkt und verhindert so, dass das Immunsystem eine Reaktion auslöst. Dieser Fund könnte zur Entwicklung neuer antiviraler Medikamente führen, die diese Wechselwirkung blockieren.
Lemke wurde zum Mitglied der National Academy of Sciences der USA und zum Fellow der American Association for the Advancement of Science gewählt. Er war Träger des Javits Neuroscience Investigator Award, des Rita Allen Scholars Award, des Basil O’Connor Starter Scholar Award des March of Dimes und des Pew Scholar Award.
Er erwarb seinen Bachelor of Science am Massachusetts Institute of Technology und seinen Doktortitel am California Institute of Technology. Seine Postdoc-Ausbildung absolvierte er an der Columbia University.
